Hola Augustin – oder wie der Segelsport zur Völkerverständigung beiträgt

Okay, die Trockendockzeiten unserer Schiffe sind nun schon ein paar Monate her und die ersten W.Y.K.inger sind auch schon von ihren Urlaubsreisen sicher im Heimathafen zurückgekehrt.

Trotzdem möchte ich noch einmal auf die vergangene Winterlagerzeit zurückkommen. Nein das gefürchtete C-Wort spielt in diesem Falle nur eine kleine Nebenrolle. Ich möchte von einer Begegnung mit einem tollen Menschen berichten.

Eines Tages im Winterlager begegnete ich einem jungen freundlich lächelnden dunkelhaarigen Mann. Ich konnte ihn keinem der Boote oder W.Y.K.inger zuordnen. Wie sich herausstellte, sprach er nur spanisch und war Argentinier. Er strahlte eine immense Lebensfreude aus. Er war zu Besuch eines W.Y.K.inger nach Deutschland gekommen und wollte sich im Hamburger Raum viele künstlerische und musikalische Sehenswürdigkeiten ansehen. Dieses Vorhaben wurde von der Nebenrolle des C-Wortes durchkreuzt und so half er seinem Gastgeber bei den Winterarbeiten an dessen Schiff.

Das Augustin einen Faible für Musik hat, konnte jeder in der Halle 1 in den Arbeitspausen ohne Schwierigkeiten hören, denn Augustin summte und sang bei seinen Arbeiten, dass es eine Freude war.

Nachdem man sich nun des Öfteren gesehen und auch einige Wörter (eher Handzeichen) gewechselt hatte. Begrüßten wir uns fortan immer mit einem freundlichen „Hola“ bzw. „Hola Augustin!“.

Später, als die Boote im Wasser lagen und die Einschränkungen gegen das C-Wort langsam gelockert wurden, konnte Augustin auch endlich die Hamburger Szene unsicher machen. Mittlerweile ist er wieder zurück in seiner Heimat Argentinien. Adiós Amigo!!!

Ich finde es immer wieder beeindruckend, auf welch wunderbare Weise Menschen zusammentreffen. Doch scheint in der Wassersportgemeinschaft eine solche Begegnung etwas Alltägliches zu sein. Eben eine schöne Art der Völkerverständigung.

Flagge Deutschlands  Flagge Argentiniens