Fahrtgebiete der W.Y.K.inger

Die Nebenelbe Schwarztonnensand ist seit Jahrzehnten verschlickt, sie ist durch strombauliche Maßnahmen vom Hauptstrom der Elbe abgekoppelt.

Ein interessantes bereits laufendes Bauprojekt im Rahmen der Kompensation zur Elbvertiefung sorgt für eine kurzfristige Vertiefung der Sohltiefe zum Wiederanschluß an den Hauptstrom auf -3m NHN (Normalhöhennull, siehe Grafik) und somit möglicherweise für eine interessante Erweiterung unseres direkten Fahrtgebiets bis zur Saison 2021.

Grafik: Vergleich NKN / SKN, Quelle: BSH / Wikipedia.de.

Die bestehenden stombaulichen Verbauungen werden von Süden her abgebaut und die Sohltiefe erhöht. Material und Baggergut werden nach Schneekuhlen verbracht und zur strombaulichen Lenkung des Hauptstromes eingesetzt. Aktuell laufende Baggerarbeiten sind an beiden Stellen zu beobachten.

Schwarztonnensand und Pagensander Nebenelbe
Überblick der Baumaßnahme
Quelle: WSA fahrrinnenanpassung.de
Hintergrund:
Link WSA fahrrinnenanpassung.de

PDF WSA Schwarztonnensander Nebenelbe

Beschreibung der Baumaßnahmen

Die heute stark verlandete Schwarztonnensander Nebenelbe wird durchgehend auf eine Sohltiefe von NHN -3,0 m vertieft und besser an den Hauptstrom angebunden. Damit können bisher trocken fallende Gebiete in ihrem stromauf gelegenen Abschnitt wieder während des gesamten Tidezyklus überflutet werden. Im angrenzenden Vorland, dem Asseler Sand, werden auf einem Streifen von 1200 m die Voraussetzungen für eine natürliche Uferentwicklung geschaffen. Dabei werden 530 m vorhandener Uferbefestigungen rückgebaut. Es entsteht hier zusätzlich eine Bucht von ca. 19.300 m² Größe – das entspricht knapp drei Fußballfeldern – mit Anschluss an den Flachwasserbereich der Schwarztonnensander Nebenelbe. Diese sogenannte Uferschlenze bietet einen guten Lebensraum insbesondere für Kleinorganismen und laichende Fische. Die übrigen Flächen des Vorlandes werden dem natürlichen Bewuchs mit der Entwicklung von Hochstaudenfluren und Schilfröhrichten überlassen.

Die Baumaßnahmen im Einzelnen
In der Nebenelbe wird eine Strömungsrinne hergestellt (6 km lang, mind. 100 m breit und Tiefe NHN -3 m). Die Baggerarbeiten erfolgen von Süden aus, und zwar mit Rücksicht auf die benachbarten Naturschutzgebiete durch besonders präzise und schonend arbeitende Löffelbagger auf Stelzenpontons. Es sind maximal 4 Bagger gleichzeitig im Einsatz. Das Baggern ist anfangs in jeder Tide nur ca. 4 Stunden rund um das Hochwasser möglich, weil der Wasserstand noch nicht ausreicht. Der Abtransport des Baggerguts wird auf dem Wasserweg durch Schuten vollzogen.

Veränderung der Elbinsel selbst

Matthias Meyer