Fahrtgebiete der W.Y.K.inger

Vor der Haustür des Hafens befinden sich die direkten Fahrgebiete der W.Y.K.inger. Ob die Pagensander Nebenelbe mit der Rennstrecke „Rund Pagensand“, die Ausflugsstrecke über die Schwinge nach Stade oder durch die Rhinplate nach Glückstadt und in die Stör hinein.

Elbaufwärts bieten sich Wedel bzw. Hamburg als nahe Kurzausflüge an. Elbabwärts kann man mit einer Tiede leicht Brunsbüttel bis Otterndorf erreichen. Wenn es richtig gut läuft, liegen Cuxhaven oder Neuwerk in einer Tide an.

Auf gekentertem Strom kann es so innerhalb eines Tages in die WYK zurückgehen – mehr passt kaum in einen großartigen Segeltag. Oder es geht mehrtägig von dort ins Watt, nach Neuwerk und Helgoland, Bremerhaven, Büsum, die Nord und Westfriesischen Inseln, oder…, oder…

Stine passiert Baggerplattform auf der Reede Freiburg (Foto: Matthias Meyer)

Die Urlaubszeit verbringen die W.Y.K.inger gerne auf und zwischen den Nordfriesischen Inseln. Am häufigsten jedoch wird die Ostsee angesteuert.

Der eine oder andere verlegt den Sommersitz seines Böötchens, oder verholt für größere Touren gerne in einen der Ostseehäfen.

Nordwärts ins Kattegat (Foto: Matthias Meyer)
Rund Pagen, Kurztour – bei Hochwasser schnell mal raus
Pagensander Nebenelbe / Rund Pagen

Eingerahmt von der Krückaumündung im Norden und der Mündung der Pinnau im Süden liegt die Elbinsel Pagensand. Zwischen den Tonnen 92/PN1 und 102/PN24 erstreckt sich östlich der Insel ein kleines aber feines Sportbootrevier.

Feuerschiff Elbe 3, ältestes fahrfähiges Feuerschiff – Hauptfahrwasser Höhe Pagensand (Foto: Matthias Meyer)

Sowohl die Insel Pagensand, als auch die Eschschallen im Seestermüher Vorland sind Naturschutzgebiete. Hier das sehr schöne Faltblatt als PDF:
Faltblatt NSG Pagensand.

Die Wassertiefe liegt teilweise bei Niedrigwasser deutlich unterhalb von einem Meter. Speziell ist hiermit der Bereich in Höhe der Pinnaumündung gemeint.

Morgen in der Pagensander Nebenelbe (Foto: Matthias Meyer)

Die Zeiten, als Segler auf dem Leitdamm zwischen der Nordspitze und dem Leuchtfeuer Pagen/Nord saßen sind glücklicherweise vorbei. Es ist ausgewiesen und hat sich rumgesprochen das der Leitdamm nicht überfahrbar ist.

Abends in der Krückaumündung (Foto: Matthias Meyer)

Dass das Gebiet nördlich der Insel umsichtig zu befahren ist, sollte also bekannt sein und wird durch die beiden Leuchtfeuer zwischen den Tonnen 92 und 94 verdeutlicht.

Elbabwärts Otterndorf, Cuxhafen, Neuwerk
Tagestour mit Ebbstrom elbabwärts, mit Flutstrom zurück 54 sm/100 km
Pinnau

Im südlichen Bereich der Pagensander Nebenelbe, genauer gesagt bei Tonne PN 18/HSB 1 liegt die Mündung des Flusses Pinnau. Die Pinnau als Namensgeber der Stadt Pinneberg hat mit zunehmender Versandung zu kämpfen. Sie ist zwischen dem Pinnausperrwerk und der Stadt Uetersen für tiefergehende Sportboote befahrbar, fünf Häfen für Sportboote befinden sich an diesem vier Seemeilen langen Flussverlauf.

Flachgehende Motorboote und Dingys kommen sogar bis zum alten Stadthafen Pinneberg. Die weitere Durchfahrt ist ab dem Marktplatz gesperrt, dies deutet auf die frühere wirtschaftliche Bedeutung des inzwischen recht versandeten Hafens für den Warenverkehr der Kreisstadt hin.

Schwinge / Stade

Um zum Stadtbummel in Stade zu gelangen, fährt man am Stadersand südlich der Tonne 103 in die Schwinge ein und befindet man sich im Bundesland Niedersachsen. Nach etwa 2,4 Seemeilen, ist der Stader Stadthafen erreicht. Dazwischen liegen drei Brücken, gleich viele Sportboothäfen und eine schöne Flussfahrt.
Siehe auch: Link Skipperguide

Rhinplate / Glückstadt

Es sind ungefähr 5 Seemeilen elbabwärts, zur südliche Anfahrt in die Glückstädter Nebenelbe. Das markante Leuchtfeuer Rhinplate Süd ist bereits kurz nach dem Verlassen des Fahrwassers der Pagensander Nebenelbe hinter Kollmar zu sehen. Bei dem Leuchtfeuer befindet sich in Höhe der Tonne 84 und zwischen den Tonnen GN 13 und 10 die Zufahrt zum östlich der Elbinsel Rhinplate gelegenen Nebenfahrwasser. Hier eng in der Fahrrinne halten, da es hier schnell flacher wird. Ebenso im zuvor an Backbord gelegenen Kartoffelloch.

Die Elbinsel Rhinplate ist, wie Pagensand ein Naturschutzgebiet. Sie ist Bestandteil des Naturschutzgebietes „Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt“.

Knappe zwei Seemeilen weiter im Norden befindet sich die Zufahrt zum Vorhafen von Glückstadt. Der tidenunabhängige Hafen ist beliebtes Ziel für kurze Tagestörns, nicht nur bei W.Y.K.ingern.

Ab Mitte der Rhinplatte nimmt auf dem Hauptfahrwasser der Wind durch den weiter werdenden Strom stufenartig zu. Eine weitere Stufe ist dann meist weiter elbabwärts ab Brunsbüttel festzustellen.

Video bei etwas östlichem Wind, Höhe Rhinplatte (Video: Matthias Meyer)

Etwas weiter nördlich, trifft der Bootsfahrer auf die Fähre Glückstadt-Wischhafen. Hier ist besonders auf die mit zügiger Geschwindigkeit fahrenden Fährschiffe zu achten.

Informationen zum Naturschutzgebiet „Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt“,
siehe: NSG Rhinplate

Die älteste Wettfahrt für Traditionssegler in Deutschland „Rund um die Rhinplate“ findet jährlich  Anfang Oktober statt. Sie wurde ursprünglich von einigen Hamburger Enthusiasten ins Leben gerufen und ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender vieler Segler, nicht nur aus Glückstadt und Umgebung.
Siehe: Link Rhinplate-rund.

Blick ins Feld, Grüner Mann 2018

Die südliche Anfahrt zur Glückstädter Nebenelbe dient ebenso als Wendemarke der „Grüner Mann“-Regatta. Sie bildet traditionell für viele Vereinsmitglieder den Saisonabschuss.

Die Regatta ist nach dem Seezeichen benannt, das die Einfahrt der Krückau Regatta „Grüner Mann“, markiert. Die Bepreisung der durch Umsicht und Kameradschaft ausgezeichneten Regatta erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der gerechneten Zeit nach Yardstick, sodass die ambitionierten Vorausfahrenden die von den Nachfolgenden übrig gebliebenen Preise erhalten.

Stör

Zwischen Tonne 72 und 74 befindet sich die Mündung der Stör. Dieser insgesamt 87km lange Nebenfluss der Elbe ist bis Itzehoe und auch noch etwas weiter durch Sportboote befahrbar. Bei Einfahrt in die Flussmündung sollte die Fahrrinne genutzt werden, da es südlich sehr flach wird.

Hier lässt sich die inzwischen wieder wunderschöne Viermastbark „Peking“ bewundern. Initiert durch den Verein „Freunde der Viermastbark PEKING e.V.” wird sie wird nach Überführung aus New York wirklich fachkundig und funktionstüchtig in der Peters Werft für Ihre Zielbestimmung im Hamburger Museumshafen restauriert.
Hier der Link zur Seite des Vereines

Vom Störsperrwerk bis zum Sportboothafen Heiligenstedten, kurz vor der Autobahnbrücke der A7 und somit Itzehoe, sind 12 Seemeilen auf der Stör zurückzulegen. Inklusive Heiligenstedten liegen insgesamt sechs Sportboothäfen an dieser Fahrstrecke.

Freiburg

Nein, das Breisgau liegt nicht eine Tagesfahrt von der W.Y.K. entfernt. Sondern auf der niedersächsischen Elbseite, gegenüber der Störmündung, findet sich ein Freiburg. Ein gemütliches kleines Örtchen mit einem ebenso behaglichen Sportboothafen. Allerdings muss bei Anfahrt und  Überlegung in dem Hafen festzumachen, muss ein besonderes Augenmerk auf den Tiefgang gelegt werden. Sowohl die Anfahrt, als auch der Hafen fallen trocken.

Wedel / Hamburg

Elbaufwärts nach etwa 13 Seemeilen erreicht man die in Wedel an der Elbe liegende Hamburger Yachthafen – Gemeinschaft e.V. Der Hamburger Yachthafen ist mit seinen Liegeplätzen für 2100 Boote und einer Schlengellänge von 4,6 km, eine der größten tidenunabhängigen Anlagen für Sportboote in Europa. 50 Vereine sind in diesem Hafen beheimatet.

Die Entstehung und Geschichte des Hafens reicht bis zum Ende des Neunzehnten Jahrhunderts zurück. Der große Markt in Wedel (mit seinem Roland) war schon vor dem Mittelalter der Zielpunkt großer Viehtransporte aus Nord-Dänemark über den Ossenpad.

Abschnitt ab Wedel
Weitere 11 Seemeilen müssen zurückgelegt werden, um im Hamburg-City Sporthafen festmachen zu können. Zunächst wird an Steuerbord die Hannöversand passiert, darauf folgend die Reste des Mühlenberger Loches. Das attraktive Jollen-Segelgebiet des BSV und MSC wurde im Zuge der Erweiterung des EADS / Airbus Werksgeländes zugeschüttet.

An Backbord erhebt sich der Geestrücken der Elbe mit Waseberg und dem darauf folgenden Süllberg. Bei westlichen Winden lässt es hier durch Luvstau deutlich nach und der Fahrweg wird enger. Das Fahrwasser führt hier direkt am Backbordufer entlang.

Elbaufwärts Höhe Strandweg, das Leuchtfeuer entfällt im Zuge der Elbvertiefung (Foto: Matthias Meyer)

Der Hamburg-City Sporthafen liegt am östlichen Rand der Hamburger Landungsbrücken, direkt unterhalb der Elbphilharmonie.

Fotos: Matthias Meyer

In diesem Gasthafen stehen bis zu 120 Liegeplätze zur Verfügung. Mit einer direkt am Hafen befindlichen Bahnstation ist die Hansestadt bequem und schnell zu erkunden.

Rückweg: Wrack Barkasse Uwe, Höhe: Falkensteiner Ufer (Foto: Matthias Meyer)

Link: Interessantes zu den Wracks am Elbstrand

An dieser Strecke von 24 Seemeilen laden natürlich noch einige andere Häfen und weitere Flussmündungen zum Verweilen und Entdecken ein.

Brunsbüttel

Gute 18,5 Seemeilen elbabwärts liegt Brunsbüttel. Hier befindet sich die alte (südliche) Schleuse in den Nord-Ostsee-Kanal (NOK), dem ersten Etmal für jeden W.Y.K.inger auf dem Weg in die Ostsee.

Richtung Ostsee – kleine Schleuse Brunsbüttel

Etwas weiter westlich befindet sich der tidenabhängige alte Hafen bei der Mole 4. Im NOK direkt hinter an der westlichen Schleusenkammer liegt der Zweite Sportboothafen von Brunsbüttel. Er ist ausgewiesener Nothafen der Elbe und kann, da innerhalb des NOK gelegen tidenunabhängig. Er kann unabhängig von vorgeschriebenen Tagfahrzeiten im Kanal von der alten Schleuse aus angefahren werden.

Siehe auch: Link-Skipperguide

Oste

Etwas weiter als Brunsbüttel (etwa 7 Seemeilen), fließt in Niedersachsen die Oste in die Elbe. Nach ein paar Seemeilen flussaufwärts ist das Oste-Sperrwerk erreicht. Dahinter eröffnet sich für die W.Y.K.inger eine Flusslandschaft mit vielen Sportboothäfen, die sie mast- und problemlos bis Bremervörde bereisen könnten.
Siehe auch: Link-Skipperguide

Otterndorf / Hadelner Kanal

Noch ein kleines Stückchen weiter, viereinhalb Seemeilen weiter in Richtung Cuxhaven, kann man bei Otterndorf in den Hadelner Kanal einfahren. Noch vor der aktuell in Neubau befindlichen Schleuse (bis April 2020) liegt an Steuerbord ein gut geschützter Yachthafen mit 190 Liegeplätzen. Er ist auf auch mit tiefergehenden Booten erreichbar. Otterndorf stellt eine ruhige Alternative zu Cuxhaven als Reiseziel dar.
Siehe: Info zu Schiffahrtweg und Neubau der Schleuse

Cuxhaven

Nach Hamburg ist Cuxhaven die zweitgrößte Stadt, die W.Y.K.inger über die Elbe innerhalb eines Tagestörns auf einer Tiede erreichen und mit auflaufend Wasser wieder in die WYK zurückkehren können.

Aber auch für einen Wochenendausflug, oder als Ausgangspunkt für die weitere Fahrt nach Helgoland, Bremerhaven oder Büsum oder Amrum ist Cuxhaven ein klasse Reiseziel. Allein wegen dem Wrackmuseum „Windstärke 10“, dem historischen Feuerschiff ELBE 1 „BÜRGERMEISTER O´SWALD II“der historischen Abfertigungsanlagen für Auswanderer im Amerikahafen, oder der …Fischrestaurants lohnt sich dieses Ziel anzusteuern.

Kugelbake, seit 1913 im Wappen der Stadt Cuxhaven (Foto: Matthias Meyer)

 

Sechs Sportboothäfen mit über 400 Liegeplätzen finden sich in Cuxhaven. Die Zufahrt in die Häfen erfordert elbabwärts kommend aufgrund der Lage in der Außenkurve der Elbe, der Nähe des Fahrwassers und tidenbedingter starker Strömung erhöhte Fahrt und gerade nachts Aufmerksamkeit. Tonsignal (lang) bei Einfahrt geben.

Siehe auch: Link-Skipperguide

Neuwerk / Scharhörn

Zirka 14 Seemeilen vor Cuxhaven liegen in der Außenelbe die zu Hamburg gehörenden Nordseeinseln Neuwerk und Scharhörn. Während Scharhörn unbewohnt ist (vom Vogelwart einmal abgesehen), ist Neuwerk als Reiseziel eine Alternative zu Cuxhaven und Helgoland. Neuwerk möchte ich an dieser Stelle als die ist kleine, gemütliche Schwesterinsel Helgolands bezeichnen. Der östlichste „Außenposten“ Hamburgs liegt bis zu 65 Seemeilen von der W.Y.K. entfernt und kann nur mit Schiffen angesteuert werden, die trockenfallen können.

Helgoland

Etwas länger ist der W.Y.K.inger unterwegs, um die Nordseeinsel Helgoland zu erreichen. Gute 70 Seemeilen werden zurückgelegt, um schließlich auf der bekanntesten Insel Deutschlands festzumachen.

Hier eine Tour u.a. auf Wolfgangs Talana (Sirius 31) mit Jochen, Matthias und Wolfgang an Bord. WYK – CUX, Tidenpause, CUX – Helgoland und Retour (Video: Matthias Meyer).

Eine Fahrt nach Helgoland gilt für viele Vereinsmitglieder als ein Muss in ihrer jährlichen Reiseplanungen.

Siehe auch: Link-Skipperguide

Weitere Ziele

An dieser Stelle alle möglichen Ziele im Bereich friesische Inseln, Nordsee, Ostsee und darüber hinaus näher zu beschreiben, sprengt unseren Rahmen hier. Darum sei auf Reiseberichte der W.Y.K.inger verwiesen, die als Beiträge eingestellt wurden und werden (MM: hier geht noch deutlich mehr…).

Thorsten F. / Matthias M.